Wie du mit diesen 10 Bausteinen die Teamarbeit im Ehrenamt steigerst

Wie du mit diesen 10 Bausteinen die Teamarbeit im Ehrenamt steigerst

Damit gesetzte Ziele zur vollsten Zufriedenheit aller erreicht werden, setzt man auf Teamarbeit im Ehrenamt. Die im folgenden aufgezählten Vorteile der Teamarbeit im Ehrenamt variieren je nach Zweck und Größe des Teams.

  • Das Arbeiten in Teams erhöht den Zusammenhalt, sorgt für Denkanstöße und ermöglicht gemeinsame Problembewältigung. Infolgedessen werden mehr Ideen entwickelt und der Schaffensdrang verbessert. Zwei oder mehr Menschen sind immer besser als einer, um Probleme zu lösen, schwierige Aufgaben zu erledigen, wobei die Kreativität gesteigert wird.
  • Wenn auch ein gewisses Maß an freundschaftlichem Wettbewerb unter den freiwilligen Mitarbeitern gesund sein kann, profitiert ein Verein am meisten, wenn alle reibungslos als Team zusammenarbeiten. Indem der Wert der Teamarbeit betont wird und die Freiwilligen zur Zusammenarbeit ermutigt werden, da sie sich auf ein gemeinsames Teamziel konzentrieren, wird die Effektivität maximiert.
  • Darüber hinaus zählen zu den Vorteilen der Teamarbeit eine höhere Effizienz, die Fähigkeit, unterschiedliche Köpfe auf dasselbe Problem zu konzentrieren, und die gegenseitige Unterstützung. Wenn ein freiwilliges Team in der Lage ist, gut zusammenzuarbeiten, ist es mehr als die Summe jedes Einzelnen.

Gute Teamleistung und positive Teambeziehungen müssen dementsprechend entwickelt und aufrechterhalten werden. Dabei ermöglichen es bestimmte Funktionen oder „Bausteine“, dass Teams gut zusammenarbeiten.

Die 10 Bausteine zur Entwicklung von Teamarbeit im Ehrenamt

Die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines Teams, das gut zusammenarbeitet und eine hohe Leistung erzielt, bestehen aus 10 Elementen. Diese werden im Folgenden detaillierter beschrieben.

Schließlich erfährst du hier, wie jeder der einzelnen Bausteine in einem Team entwickelt werden kann. Es ist hilfreich, die Stärken und Schwächen des Teams bereit am Ausgangspunkt zu identifizieren, um festzustellen, welche Bereiche für die Entwicklung Priorität haben.

1. Angemessene Führung

Das Team vertraut dem Teamleiter und fühlt sich angemessen geführt. Dazu bedarf es folgender Punkte :

  • Bespreche im Team, was du unter einem Team und deiner Führung verstehst.
  • Ermutige deine verschiedenen Teammitglieder, bei bestimmten Projekten oder Aufgaben eine Führungsrolle zu übernehmen.
  • Gib jedem Teammitarbeiter regelmäßig dein Feedback zu seinen Arbeiten, Leistungen und Qualitäten.
  • Als Teamleiter solltest du auf Kritiken genauso wie auf Feedbacks hören. Sie geben dir die Möglichkeit, deinen Führungsstil anzupassen, zu optimieren.

2. Klare Ziele

Es gibt einvernehmlich festgelegte Ziele, die jeder verstehen soll, damit er darauf hinarbeiten kann. Um dies zu verwirklichen:

  • Überprüfe die Mission und die Ziele deines Teams. Diese müssen Teil der Gesamtstrategie und der Mission und Vision deiner Organisation sein.
  • Organisiere ein Meeting, wo die Team-Planung festgelegt wird. Bei diesem Treffen werden alle Ziele der Wichtigkeit nach aufgeführt. Anschließend die zu erledigenden Aufgaben, die Verantwortlichkeiten und die notwendigen Ressourcen.
  • Erstelle einen benutzerfreundlichen Teamplan – du hast mit Freiwilligen zu tun!
  • Denk daran ein Journal, betreffend den Arbeiten des Teams anzulegen.

3. Gute Kommunikation, das A und O der Teamarbeit im Ehrenamt

Der Informationsfluss soll überdies bestmöglich verlaufen. Zudem sollen Meetings produktiv sein und es soll eine effektive Kommunikation nach oben, unten und im gesamten Team vorgesehen sein. Um dies zu entwickeln, bedarf es folgendem:

  • Erklärungen, wie die verschiedenen Kommunikationsmethoden – elektronisch, Nachrichtenbücher, Anschlagtafeln, Telefon, Teambesprechungen usw. – optimal genutzt werden können.
  • Beilegen eines kurzen Check-ins zu Teambesprechungen. Jeder Teilnehmer erhält zwei Minuten Zeit, um anderen mitzuteilen, welche Priorität er im Moment hat (alle auftretenden „Probleme“ können auf die Tagesordnung der aktuellen oder zukünftigen Sitzungen gesetzt oder außerhalb der Sitzung behandelt werden).
  • Dem Hinzufügen eines definierten Informationsbereichs bei Teambesprechungen.
  • Übergib Einzelpersonen die Verantwortung für die Zusammenarbeit mit wichtigen Gruppen, Ämtern und Dienststellen. Informiere das Team über wichtige neue Themen. Denk dabei an Transparenz!
  • Lade Mitarbeiter anderer Teams ein, sich in Fragen von gemeinsamem Interesse an das Team zu wenden.

4. Ausgewogene Rollen

Das Gleichgewicht zwischen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bestrebungen im Team, ist der Zustand, den es anzustreben gilt. Die Teammitglieder haben ein klares Verständnis für die Rolle jedes Einzelnen beim Erreichen der allgemeinen Teamziele. Aus diesem Grund:

  • Analysiere die Rollen, die die Mitarbeiter einnehmen, und diskutiere mit ihnen, wie sie ihre Rolle entwickeln können.
  • Stelle verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten wie Delegation, Jobrotation, Rotated Chairing (rotierenden Vorsitz) und Führungsmöglichkeiten vor.
  • Schließe Teamrollen in individuelle Entwicklungspläne ein. Teamrollen fassen die Art und Weise zusammen, wie sich die Mitglieder im Laufe der Zeit im Team verhalten, dazu beitragen und in Beziehung zueinanderstehen. Beispielsweise kann ein Teammitglied beständig neue Ideen einbringen, ein anderes Teammitglied Kontakte außerhalb des Teams knüpfen und ein weiteres Teammitglied Ideen in praktische Maßnahmen umsetzen. Jemand anderes könnte derjenige sein, der schwierige Fragen aufwirft, der „Herausforderer“. Im Laufe der Zeit entwickeln sich innerhalb des Teams Muster, bei denen dieselbe Person konsequent eine bestimmte Rolle übernimmt, die dann von anderen anerkannt und erwartet wird. Eine der großen Stärken eines effektiven Teams liegt in seiner Mischung aus Talenten und Fähigkeiten.

5. Effektive Prozesse begünstigen Teamarbeit im Ehrenamt

Es bestehen gute Prozesse, um Entscheidungen zu treffen, zu kommunizieren, umzusetzen und zu überprüfen. Es gibt wirksame Informationssysteme und eine Koordinierung der verschiedenen Ressourcen. Infolgedessen:

  • Überprüfe vorhandene Verfahren. Formalisiere alles, was benötigt wird (z. B. eine Struktur für Teambesprechungen, ein Teameinführungspaket, …).
  • Vereinbare, wie die Team-Agenda festgelegt werden soll. Produziere dies rechtzeitig.
  • Mache klare Protokolle, die als Erinnerung dienen, und informiere Mitarbeiter, die abwesend waren.
  • Denke daran Teamprozesse (z. B. Teambesprechungen, Berichte, …) mit individueller Beurteilung und persönlicher Entwicklung zu verknüpfen.
  • Erstelle eine einfache Referenzliste mit Teamprozeduren.

6. Unterstützung und Vertrauen

Ehrenamtliche kommen zusammen, um sich gegenseitig zu helfen, indem sie zuhören, bewerten, Ideen anbieten, zum Experimentieren anregen und Unterstützung geben. Um dies zu ermöglichen:

  • Nimm dir Zeit, um verschiedene individuelle Perspektiven gemeinsam zu diskutieren und miteinander Werte zu entwerfen.
  • Entwickele eine offene Kommunikation – was öffentlich gesagt wird, sollte mit dem übereinstimmen, was privat gesagt wird.
  • Biete Möglichkeiten an zur gemeinsamen Problemlösung, zum Teilen von Arbeit und zum Lernen.
  • Stell dich so auf, wie du es gerne von anderen hören möchtest – zum Beispiel, teile deine Bedenken, höre gut zu und gib konstruktives Feedback.
  • Finde Möglichkeiten für soziale Kontakte – wie Kaffeepause, Mittagessen, Sandwiches nach Teambesprechungen, eine gemeinsame Aktivität (Kino, Theater, Konzert, Sportveranstaltung, …).
  • Ermutige deine Mitarbeiter, auf individuelle Probleme zu reagieren.
  • Rege die Freiwilligen an, ihre Erfolge zu teilen und Wertschätzung gegenüber anderen zu zeigen.
  • Abschließend feiert gemeinsam die Erfolge des Teams.

7. Offenheit und Konflikt

Dein Ziel muss sein, dass die Freiwilligen sich offen und ehrlich äußern. Es soll bei allen die Bereitschaft bestehen, schwierige Situationen oder Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Um dies zu erreichen:

  • Entwerfe Team-Grundregeln, die Wert auf Offenheit legen und konstruktive Kritik sowie Lob aussprechen.
  • Finde eine gute Balance zwischen Unterstützung und Herausforderung. (Ein übermäßig unterstütztes Team kann sehr schnell zu gemütlich werden. Andererseits kann sich zu viel Herausforderung bedrohlich anfühlen.)
  • Wenn viele neue Freiwillige in deinem Team sind, führe einige Übungen zum besseren Kennenlernen ein.
  • Bewerte die Leistung gemeinsam im Team.
  • Gib positives Feedback und konstruktives kritisches Feedback.
  • Stelle sicher, dass das Feedback gleichmäßig verteilt ist und nicht nur an ein oder zwei Freiwillige gerichtet ist.
  • Diskutiere offen über Unterschiede, bevor sie sich zu einem größeren Konflikt entwickeln.
  • Bei größeren Konflikten schlage vor einen Dritten, die Diskussion leiten zu lassen.
  • Erlaube den Mitarbeitern, Frustration oder Wut offen und respektvoll auszudrücken. Andernfalls kann es indirekt passieren, was zu negativen Folgen führen kann.

8. Gegenseitige Zusammenarbeit mit individueller Entwicklung

Bei Freiwilligen besteht die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren genauso wie sich einzubinden. Die Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen des Einzelnen werden vom Team gebündelt und genutzt. Die Stärken und Schwächen des anderen werden dabei akzeptiert. Um dies zu ermöglichen:

  • Biete dem gesamten Team die Möglichkeit, sich einzubringen – zum Beispiel bei der Teamplanung.
  • Richte es ein, dass verschiedene Teammitglieder, an größeren Projekten zusammenarbeiten.
  • Kläre die Rolle oder den Beitrag jeder Person zu gemeinsamen Projekten.
  • Ermutige routinierte Mitarbeiter, weniger erfahrene Teammitglieder zu unterstützen oder zu coachen.

‚Fehler‘ werden offen thematisiert und als eine Form von Lernmedium genutzt. Einzelpersonen erhalten somit die Möglichkeit, neue Fähigkeiten und Erfahrungen zu entdecken. Folgende Punkte fördern das:

  • Erledige teambezogene Fragen in einem persönlichen Gespräch mit Bestandsaufnahme und Bewertung.
  • Stelle sicher, dass jedes Teammitglied über einen Entwicklungsplan, der mit den Zielen des Teams und den einzelnen Aufgaben verknüpft ist.
  • Erkenne Erfolge an und belohne.
  • Stelle sicher, dass Training und Entwicklung in den Teamplänen enthalten sind.
  • Nutze Teambesprechungen als Gelegenheit zum Lernen und Entwickeln für alle – dich inbegriffen.
  • Wende dein eigenes sowie externes Fachwissen an, um Team-Trainingstage abzuhalten.

9. Gute Beziehungen zwischen Gruppen fördert die Teamarbeit im Ehrenamt

Damit das Team gute Beziehungen zu anderen Teams und Abteilungen unterhält, die sich gegenseitig schätzen und respektieren, bedarf es überdies:

  • Entwicklung gemeinsamer Projekte und eine Planung, wo diese hilfreich sein könnten.
  • Gelegentlichem Abhalten eines gemeinsamen Teamtreffens.
  • Organisiere eine gesellschaftliche Veranstaltung miteinander.
  • Bitte andere Teams um Feedback zur Leistung deines Teams. Gib ihnen Feedback, wenn du danach gefragt wirst. Denke daran, mit dem Positiven zu beginnen.
  • Ernennung von Teammitgliedern für die Zusammenarbeit mit anderen Teams oder Abteilungen.
  • Gelegenheiten bieten, Mitglieder eines anderen Teams über die Schulter zu schauen und umgekehrt.

10. Regelmäßige Überprüfung

Dabei überprüft das Team regelmäßig seine Leistung und Ziele und ändert seine Prioritäten und Praktiken im Lichte der Überprüfung. Um dies zu entwickeln:

  • Halte am Ende jeder Teambesprechung eine fünfminütige Feedback-Sitzung ab, in der du erfährst, was hilfreich oder schädigend war.
  • Entwickele Prozesse, um zu überprüfen, inwieweit das Team die Ziele und Standards erreicht.
  • Lade andere Teams, externe Abteilungen oder Dienstleistungsbenutzer ein, sich zur Leistung des Teams zu äußern.
  • Wende dich an einen externen Beobachter, um die Teamleistung zu kommentieren.

Bausteine ​​einsetzen

Ein ausgereiftes Team verfügt möglicherweise über alle diese Bausteine, während ein neues Team oder ein Team, das Änderungen durchläuft, wahrscheinlich Lücken aufweist. Dies liegt zum Teil daran, dass Teams auch Entwicklungsphasen durchlaufen. Das Erkennen und Verstehen dieser Phasen kann dem Team dabei helfen, sie zu meistern.

Verwende die Checkliste für die Teameffektivität, um zu ermitteln, an welchen Bausteinen dein Team arbeiten muss. Dies wird dazu beitragen, deinen Plan zu entwickeln, der auf Stärken aufbaut und Schwachstellenbereiche verbessert.

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