Wecke den Leader in dir!

Wecke den Leader in dir!

Ein Leader im Ehrenamt ist jemand der den Verein führt, der ihn organisiert, der Anweisungen gibt, der Ziele definiert und dafür sorgt, dass sie eingehalten werden. Um von heute auf Morgen ein erfolgreicher ehrenamtlicher Leader zu sein oder zu werden, dafür gibt es kein Geheimrezept. Hingegen gibt es sehr wohl Charakterzüge, die bei allen großen Leadern hervorstechen.

Du wirst nicht als Leader geboren – du wächst in eine Leaderrolle hinein.

Wie werde ich ein wirkungsvoller Leader im Ehrenamt?

Deine Einstellung, deine Handlungen, dein Einsatz, dein Verhalten, dein Benehmen, deine Hingabe definieren dich als Leader – oder eben nicht.

Ohne eine planmäßige Vorgehensweise und persönliches Engagement ist es unmöglich, ein guter Leader zu werden.

Ein Leader wird vom Beifahrer zum Chauffeur, er wechselt auf die Überholspur. Ein Beifahrer ist derjenige, der sich damit abfindet zu folgen und auszuführen was man ihm aufträgt, ohne Eigeninitiative zu zeigen, ohne große Wellen zu machen, ohne irgendeine Verantwortung zu übernehmen.

Im Gegensatz dazu, ist es als Leader – als Chauffeur – an dir, Initiative zu ergreifen, vorneweg zu marschieren, deine Leute zu motivieren und sie in deinem Kielwasser mitzureißen.

Ein Leader erkennt Möglichkeiten, wo andere nichts sehen. Er ist kreativ, ein Visionär. Er weiß Situationen richtig einzuschätzen, Entscheidungen zu treffen und sich selbst immer wieder in Frage zu stellen. Er hat keine Angst vor Erfolg und noch weniger vor einem Fehlschlag.

Ein Leader agiert die meiste Zeit außerhalb seiner Komfortzone

Er sucht permanent, sich zu übertreffen, seine Grenzen zu überschreiten und nach vorne zu schauen.  Ein Leader lässt sich nicht unterkriegen, es sind die schwierigen Situationen, die ihn stimulieren.

Er weiß auch seine Strategie anzupassen in Bezug auf die Entwicklung seiner Projekte, die Hindernisse, die ihm begegnen oder die Erfolge, die er erfährt.

Ein Leader arbeitet dauernd daran, sich zu perfektionieren, sich zu informieren, sich weiterzubilden und seine Kenntnisse permanent auszuweiten. Er nimmt sich ein Beispiel bei anderen großen Leadern und inspiriert sich an deren Werdegang.

Ein guter Leader bleibt nicht an seinen Verdiensten kleben. Es ist ihm bewusst, dass diese immer wieder in Frage gestellt werden und dass sich die Welt um ihn herum dauernd weiterentwickelt. Aus diesem Grund versucht er ständig, auch sich weiter zu entwickeln.

Er ist mit einer großen Charakterstärke ausgestattet und er übernimmt die geistige Verfassung von Siegern, Gewinnern, Champions.

Jetzt ist es an der Zeit, dass du auch den Weg einschlägst, der dich zum Erfolg führt. Entwickle alle persönlichen Qualitäten, die aus dir einen großen Leader machen.

Was sind die wesentlichen Qualitäten eines guten Leaders?

Eine erste wichtige Voraussetzung für dich als ein „beeindruckender Leader“ ist, bevor du dich selbst als Menschenführer definierst, erstmal zu lernen, dich selbst zu führen, dein Leben zu meistern, die nötige geistige Verfassung anzunehmen. Weißt du wo deine Stärken sind, was deine Talente, deine Werte sind, was ist deine Grundeinstellung? Hier musst du dir im Klaren sein, es ist die Basis, die du dir schaffen musst, denn: Leader im Ehrenamt sein, ist eine attraktive, spannende und komplexe Aufgabe. Sie verlangt fächerübergreifende Kenntnisse und Kompetenzen.

Hier sind die Qualitäten, die ein erfolgreicher Leader anstreben soll:

  • Zuverlässigkeit und Loyalität

Ehrlichkeit zahlt sich aus und du weißt, dass du kein Interesse daran hast, das Vertrauen, das andere dir entgegenbringen, zu missbrauchen. Als Leader ist dir klar, dass du diese Punkte ganz besonders berücksichtigen musst, denn sie sind der Garant für den Einsatz, das Vertrauen und die Motivation der Teammitglieder, die dir folgen. Vergiss nie, dass du nichts bist ohne die anderen.

  • Selbstvertrauen

Du musst überzeugt sein von dir, von deinen Handlungen, von deinen Zielen. Du hast Vertrauen in dich selbst und du verfügst über eine solide Selbstachtung. Du zweifelst nicht an der Berechtigung deiner Ziele, deiner Vision und deiner Projekte.

  • Vielseitigkeit

Du akzeptierst Kritik, nimmst Ratschläge ernst und du kannst mit Lob umgehen. Du berücksichtigst Bemerkungen oder Vorschläge denn dir ist bewusst, dass du die Wahrheit nicht gepachtet hast.

  • Entscheidungsfreude

Es ist wichtig Entschlüsse fassen zu können. Manchmal ist das schwierig – und ganz wichtig ist es, Entscheidungen im Notfall zu treffen. Diese Momente sind es, die äußerst bedeutsam sind denn daran messen die anderen dich. Du vergisst nicht, dass gute Entscheidungen nicht überstürzt getroffen werden, auch nicht im Notfall. Die Konsequenzen könnten gravierend sein.

  • Umgänglichkeit

Du bist eine Inspirationsquelle für andere. Du weißt dich zu beherrschen und vermeidest Aufbrausen um schwierige Situationen nicht noch zu verschlimmern. Mit deinem Sinn für Kommunikation und Unterhaltung schaffst du es, aus Konfliktsituationen schadlos herauszukommen.

  • Großzügigkeit

Ein echter Leader teilt. Du kannst zuhören und nimmst auf was man dir zuträgt. Du bist kein Egoist und versuchst nicht von anderen zu profitieren. Wenn du gibst, ist das ohne Hintergedanken und kommt von Herzen.

  • Teamplayer

Du magst es im Team zu arbeiten, du liebst die Aufgabe als Moderator oder Teamleader. Du hast das Know-how Gruppen zusammenzuschweißen, denn allein bist du Niemand. Du hast verstanden, dass es keinen Leader ohne Team gibt. Du strengst dich an, sobald es nötig ist, den Zusammenhalt der Gruppe zu festigen. Du triffst Entscheidungen, die sich aufdrängen, wenn es erforderlich ist.

  • Risikofreudig

Als Leader bist du eine Person, die keine Angst hat Risiken einzugehen. Aber du berechnest die Risiken im Voraus, indem du die Situation bestens analysierst, Möglichkeiten erkennst und Neuerungen einführst. Treten unvorhersehbare Hindernisse auf, zögerst du nicht deine Strategie den neuen Gegebenheiten anzupassen um deine gesetzten Ziele zu erreichen.

  • Unterhaltungstalent

Als Leader bist du auch immer ein Animateur der ganzen Gruppe, einer Gemeinschaft, eines Teams. Du beherrschst die Kommunikationsregeln, du bist fähig, Informationen zu vermitteln und du verstehst es dich verständlich mitzuteilen.

  • Respekt

Ein Leader muss sich den Respekt der anderen verdienen. Das beginnt damit, dass du jedem Respekt erweist, der mit dir arbeitet. Dies gilt für Kollegen, Vorgesetzte, Untergebene, Ehrenamtliche und all die Menschen, mit denen du außerhalb deines Vereins in Kontakt kommst. Anderen Respekt bekunden ist ein wichtiger Bestandteil um Vertrauen aufzubauen.

  • Organisationstalent

Du verlässt dich nicht auf Glück. Du studierst und planst sowohl für Kurz-, Mittel und Langzeit. Du legst deine Ziele klar, realistisch und durchführbar fest. Du weißt, wo es hingehen soll und du setzt alles in Bewegung was dir zur Verfügung steht um dein Ziel zu erreichen. Es ist dir bewusst, dass deine Zeit wertvoll ist und dass du dir nicht erlauben kannst sie zu vergeuden. Wenn es vorkommt, dass andere der Meinung sind du wärst zu methodisch oder streng, liegen sie falsch, denn du hast deinen Arbeitsplan, dem du folgst. Ein guter Leader kommt Schritt für Schritt weiter. Er konzentriert sich auf das was wichtig ist und verschwendet nicht seine Energie.

Und zuletzt: Jeder kennt Leader, die gescheitert sind. Das soll dich aber nicht entmutigen, sieh es als einen Warnhinweis und denke intensiv über die oben genannten Qualitäten nach!

Du darfst gerne Charakterzüge eines Leaders, die dir wichtig sind, in den Kommentaren hinzufügen. Ich freue mich darauf, sie zu lesen.

 

Bild: www.pixabay.com  (klimkin)

2 Gedanken zu „Wecke den Leader in dir!

  1. Charel daat as e super Bericht iwert een deen freiwelleg Chef vun eppes as.
    Leider ges de heiandsdo ausgebremst an dengem Elan als Chef.
    Mengen eppes geheiert nach dran an dein Coolen Artikel :
    Den freiwellegen Chef kann nemmen esou gud sin wei dei Leit dei nach iwert him stin.
    Wann et do haapert kann et net klappen .

  2. Ja Marc, ein ganz heikles Thema. Jeder Teamleader hat einen Chef. Somit befindet er sich in einer Sandwichfunktion zwischen Chef und Mitarbeiter – eine eher stressige Situation, wenn es beim Chef hapert.
    Deine Anregung hat in mir die Idee ausgelöst, diese Problematik in einem Artikel darzulegen. Vielen Dank für den Denkanstoß.

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