Newsletter 44: Die Geschichte vom Bauer und seinen zwei Söhnen

Newsletter 44: Die Geschichte vom Bauer und seinen zwei Söhnen

Ein in die Jahre gekommener Bauer hatte sich entschlossen seinen Hof an einen seiner Söhne weiterzugeben. Er rief seine beiden Söhne zu sich und erzählte ihnen von seiner Entscheidung und gab seinen Entschluss preis: „Der Hof geht an meinen jüngsten Sohn.“

Daraufhin wurde der ältere Sohn wütend und schrie seinen Vater an: „Was redest du da für unsinniges Zeug? Der Hof geht immer an den ältesten Sohn.“ Der Vater zog sich zurück und überlegte.

Er rief den ältesten Sohn zu sich und sprach: „Du musst etwas für mich erledigen. Wir brauchen mehr Vieh für den Hof. Kannst du zum Viehhändler gehen und ihn fragen, ob er Kühe zum Verkauf hat?“

Der Sohn kam nach kurzer Zeit zurück und berichtete dem Bauer: „Vater, der Viehhändler hat sechs Kühe zu verkaufen.“ Der Vater bedankte sich und sagte zu ihm: „Bring deinen Bruder zu mir.“ Er tat worum sein Vater ihn gebeten hat.

Der Vater wandte sich an seinen jüngsten Sohn mit den Worten: „Du musst etwas für mich erledigen. Wir brauchen mehr Vieh für den Hof. Kannst du zum Viehhändler gehen und ihn fragen, ob er Kühe zum Verkauf hat?“

Der junge Mann tat, wie ihm auferlegt wurde. Als er zurückkam, berichtete er: „Vater, der Viehhändler hat sechs Kühe zu verkaufen. Jede Kuh kostet 2000 Rupien. Wenn wir mehr Kühe kaufen, würde er den Preis um 200 Rupien pro Kuh herabsetzen. Er sagte auch, dass er nächste Woche eine neue Sorte Milchkühe erhält. Wenn wir nicht in Eile sind, rät er uns an bis nächste Woche zu warten. Wenn wir die sechs Kühe aber sofort brauchen, schlug er vor, sie bereits Morgen zu liefern.“

Der Vater bedankte sich bei seinem jüngsten Sohn für die Informationen. Er wandte sich zum ältesten Sohn hin und fragte ihn: „Verstehst du jetzt, wieso ich deinem Bruder den Hof überschreibe?“

Im Ehrenamt ist Initiative gefragt

Ähnliche Situationen kennst du auch sicher aus deinem Ehrenamt. Sehr viele Menschen tun genau das was du sie gefragt hast, also das absolute Minimum. Sie benötigen spezifische Anweisungen für die meisten Dinge, die sie tun sollen.

Demgegenüber gibt es die Engagierten, die darauf bedacht sind, etwas für die gute Sache zu tun. Sie brauchen nicht alles bis ins Detail erklärt zu bekommen. Das sind die Ehrenamtlichen, die nicht nur einfach ihren Job erledigen, die verrichten ihre Arbeit sehr vertrauenswürdig. Ihnen ist dabei auch bewusst, dass ihr Handeln dazu beiträgt, dass Ideen und Projekte ideal ablaufen. Was als zusätzlicher Vorteil hinzukommt, ist, dass diese Ehrenamtliche von sich aus Initiativen ergreifen. Sie gehen auf Leute zu, stellen Fragen, machen Vorschläge, bieten Hilfe an, bringen ihre Ideen ein und sind neugierig auf alles Neue und Innovative.

Erfolgreich sein bedeutet proaktiv zu sein, nicht darauf zu warten, dass das Leben zu dir kommt. Es signalisiert auch in der Offensive zu sein, nicht in der Defensive zu handeln.

Bist du ein Initiator? Du kannst es werden! Wenn du es nicht werden willst, bedenke: Das richtige Leben wird nicht auf dich warten. Auf deinen Namen wird der Bauer den Hof nicht überschrieben.

Initiative heißt, das Richtige tun, ohne dass es angeordnet und erklärt wurde

Elbert Hubbard

Herzliche Grüße,

Charles

https://charlesbrueck.com

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