Im Ehrenamt ist gut zuhören wertvoller als gut reden

Im Ehrenamt ist gut zuhören wertvoller als gut reden

Ich könnte sehr viel schreiben über die Wahrheit, die in dem Zitat von Kersten Kämpfer „Zuhören ist viel mehr als zu hören“ drinsteckt. Ich werde aber jetzt nicht ausschweifen, sondern mich kurz fassen. Hier sind drei Ursachen, wieso das Zitat meiner Meinung nach stimmig ist.

Wenn wir ihnen zuhören erfahren wir ihren Standpunkt

Dies ist offensichtlich und direkt. Wenn wir die Perspektive und die Bedenken des anderen kennen, können wir unsere Argumente und Kommentare besser formulieren und auf ihn abstimmen. Dadurch wirken wir viel überzeugender. Bedenke: Der Zuhörer ist ein schweigender Schmeichler.

Die anderen wollen gehört werden

Wenn wir uns ausschließlich auf unseren Gegenüber fokussieren und ihn reden lassen, so ändert das seine Einstellung und seine Gefühle uns gegenüber in einem positiven Sinn.

Zuhören schafft Anerkennung

Wenn wir anderen aktiv zuhören, so geben wir zu erkennen, „du und deine Informationen sind mir wichtig“. Wir können Menschen anerkennen, ohne mit ihrem Standpunkt einverstanden zu sein. Und wenn sie sich anerkannt fühlen, hören sie uns auch viel eher zu. Sehr oft führt dieses Verhalten zu überraschenden Wendungen in Gesprächen.

Hier findest du drei Fragen, die du dir als Ehrenamtlicher in diesem Zusammenhang stellen sollst:

  1. Was ist meine erste Tendenz, wenn ich jemanden überzeugen soll – reden oder zuhören?
  2. Wie hoch ist mein prozentualer Sprachanteil während einem Gespräch?
  3. Wie effektiv bin ich eigentlich als Zuhörer?

Beim gut Zureden braucht es vor allem eines: gut zuhören

Stefan Wittlin

Ich weiß nicht wie deine Antworten auf diese drei Fragen ausgefallen sind. Falls sie dich nicht überzeugen können, findest du hier drei Handlungsschritte:

  1. Überlege dir deine Möglichkeiten vor deinem nächsten Gespräch, wo du jemanden überzeugen musst.
  2. Verbringe mindestens die Hälfte deiner Vorbereitungszeit damit Fragen aber keine Behauptungen vorzubereiten.
  3. Frage Kollegen nach deinen Fähigkeiten des Zuhören.

Zuhören ist viel mehr als zu hören

Kersten Kämpfer

Herzliche Grüße,

Charles

https://charlesbrueck.com

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