Newsletter 80: Das Kompliment, das weh tat

Newsletter 80: Das Kompliment, das weh tat

Neulich traf ich in einem Restaurant frühere Arbeitskollegen. Ich ging an ihren Tisch, begrüßte sie und wir wechselten einige Worte. „Du bist immer noch der gleiche, Charel. Du hast dich nicht verändert“, vernahm ich ein Kompliment, als ich mich bereits abgewendet hatte, um zu meinem Tisch zu gehen.

Natürlich freute ich mich über dieses Kompliment, denn es bezog sich auf mein Aussehen. Als ich abends aber noch einmal daran zurückdachte, fiel mir auf, dass ich mich, laut diesem früheren Arbeitskollegen, seit 1990, das Jahr als ich meinen Arbeitsplatz wechselte, nicht verändert hätte.

In meinen Gedanken kamen Erinnerungen auf, die mir meinen Lebensverlauf seit dieser Zeit aufzeichneten. Als Schlussfolgerung bleibt, dass dieser frühere Arbeitskollege mir ein Kompliment machte, was schmerzte.

Ich ändere mich permanent.

Heute kann ich behaupten, ich habe mich seither komplett verändert. Ich habe alles versucht um, mich weiter zu entwickeln, meine Komfortzone immer wieder zu verlassen, Neues ausprobiert, mich zu Neuem hin getraut, vieles erkundet, manche Hürden genommen – dabei waren einige schmerzhaft, wenn ich meine eigenen Grenzen überschritt, die ich mir gesetzt hatte.

Alle diese Etappen, diese Fortschritte haben mich sehr verändert – besonders seit der Zeit, als ich ehrenamtliche Führungsaufgaben übernahm. Meine Sichtweise von der Welt haben nicht aufgehört sich umzustellen. Meine Gefühle haben sich zum Experimentieren hin entwickelt.

Ich habe mein Verhalten erkundet, ich habe es angepasst, manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten hin. Alles das hat dazu geführt, dass ich aufgeschlossener wurde gegenüber der Gesellschaft, dem Verständnis gegenüber anderen und meine Beziehung zu ihnen.

Auch heute noch höre ich nicht auf, mein Umfeld zu beobachten, meine Energie so zu kanalisieren, dass meine Aktionen komplett meinen Werten entsprechen.

Nein, ich bin nicht mehr der gleiche.

Das, was ich glaubte, dachte, worauf ich schwor, hat sich über die Jahre weiterentwickelt. Wenn ich mich jetzt betrachte, habe ich den Eindruck ich wäre wie der Kosmos, in permanenter Ausdehnung. Diese Aussage darfst du nicht falsch verstehen. Ich rede hier nicht von Größe, sondern von der dauernden Bewegung, von neuen Grenzen, die ich langsam überschreite.

Alles das lässt mich heute sagen, ja ich habe mich verändert, komplett verändert und diese unumgängliche Änderung nehme ich an. Ich akzeptiere es und das ist wahrscheinlich meine wichtigste Änderung.

Komplimente sind Geschenke, die keiner umtauscht

Klaus Klages

Wie sieht das bei dir aus? Hast du dich auch verändert?

Herzliche Grüße,

Charles

https://charlesbrueck.com

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