Newsletter 82: Widerstand bei Veränderungen im Ehrenamt verringern

Newsletter 82: Widerstand bei Veränderungen im Ehrenamt verringern

Auf meinen Text von gestern bekam ich einige interessante Rückmeldungen. Beim Text ging es um persönliche Lebensänderungen. Heute geht es um Veränderungen, die regelmäßig in deinem ehrenamtlichen Verein vorkommen.

Bereits Napoleon Bonaparte stellte bei seiner Armee folgendes fest. Wenn es zu Veränderungen kommt, unterscheidet man drei verschiedene Gruppen. Ein Drittel seiner Leute hießen Veränderungen begeistert willkommen. Ein Drittel lehnten sie ab und das letzte Drittel waren die, die abwarteten, um zu sehen, wer als Sieger der beiden anderen Drittel hervorging.

Leider ist es so, dass die meisten Leader im Ehrenamt ihre Energie und Kräfte auf die Gruppe, die sich ablehnend verhält, fokussiert. Dabei sollten sie sich auf die Gruppen konzentrieren, die Änderungen willkommen heißen sowie auf die, welche abwarten. Wenn das Momentum der Veränderungen anfängt in die gewünschte Richtung zu kippen, kommen diejenigen, die sich auflehnen, zwar widerstrebend, aber trotzdem mit an Bord. Sie wollen nachher nicht als realitätsfern dastehen.

Ich will damit nicht vorschlagen diese Gruppe komplett zu ignorieren. Es wäre aber vorteilhafter, sich nicht den Großteil der Zeit mit ihnen abzugeben. Sie erhalten dadurch die Möglichkeit anderen die Energie abzusaugen. Hier drei Anregungen, die Gruppen auf den Weg der Unterstützung von Veränderungen zu bringen:

1. Die Gruppe, die Veränderungen willkommen heißt

Die Strategie für diese Gruppe sieht als Priorität vor, deren Zusage zu erhalten. Diejenigen, die kompetent sind und Einfluss als Leader oder Befürworter haben, werden sich freiwillig melden. Dazu sollten alle mit eingebunden werden die bereits in der Vergangenheit großes Interesse an Änderungen gezeigt haben. Ihnen könnte als Anerkennung eine Ernennung zum „Änderungs-Agenten“ ausgesprochen werden. Wichtig ist es auch die kleinsten Siege auf dem Weg zur Änderungsumsetzung zu feiern.

2. Die Abwartenden

Hier sieht die Strategie vor, erst einmal die Offenheit für Veränderungen zu ermitteln. Anschließend wird ihre Unterstützung hervorgerufen. Es geht darum ihre Bedenken, Ängste und Ungewissheiten zu verringern. Das wird erreicht durch Zuhören und indem ihre Ängste angesprochen werden. Diese Mitarbeiter dürfen nicht fallen gelassen werden. Sie müssen auf dem Laufenden gehalten werden. Die Kommunikation muss klar, verständlich, einheitlich und regelmäßig ablaufen. Die Transparenz und Kompetenz, die vermittelt wird, gepaart mit Erfolgsstorys von Mitgliedern aus der ersten Gruppe, wirkt überzeugend.

3. Diejenigen die sich Veränderungen widersetzen

Die Priorität geht dahin, dass letztendlich auch diese Gruppe die Änderungen akzeptiert. Die Kommunikation muss so ausgelegt sein, dass erklärt wird, welche bestehenden Probleme durch die Veränderungen gelöst werden und, dass ihre Bedenken gewürdigt werden. Dabei widerspruchsfrei und engagiert zu den Änderungen stehen aber gleichzeitig immer wieder deren Erfolge aufzeigen. Es ist zu berücksichtigen, dass kleine Kompromisse und Gefälligkeiten gemacht werden können. Vergessen darf man nicht ihre Übernahme der Mitglieder dieser Gruppe zu feiern, wenn sie ihre Ablehnung aufgeben.

Ohne Veränderung, keine Entwicklung

Birgit Ramlow

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Wie gehst du um mit Veränderungen im Ehrenamt? Schreib es mir.

Herzliche Grüße,

Charles

https://charlesbrueck.com

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