8 Irrtümer, die junge Teamleiter im Ehrenamt begehen

8 Irrtümer, die junge Teamleiter im Ehrenamt begehen

Wenn ich hier über Irrtümer schreibe, so klingt das recht negativ. Daher hier etwas positives. Ich möchte dir an dieser Stelle gratulieren. Du wurdest auf einen Teamleiterposten befördert! Oder du hast vielleicht Ambitionen auf eine Beförderung. Das sind doch sehr gute Nachrichten.

Bei demjenigen, der früher als erwartet auf dieser Position gelandet ist, könnten sich Bedenken melden. Immerhin übernimmst du ein Team, das von jemandem anderen aufgebaut wurde.

Du fällst aber auch vielleicht in die Kategorie von Ehrenamtlichen, die diese Herausforderung genießen. Dabei fühlst du dich möglicherweise noch nicht vollständig vorbereitet für die anstehenden Aufgaben.

In welcher Kategorie du dich auch immer befindest, hier sind 8 Irrtümer, die junge (oder neue) Teamleiter im Ehrenamt sehr oft begehen. Dabei berufe ich mich auch auf meine eigenen Erfahrungen.

Mir geht es darum, darauf aufmerksam zu machen, damit du zuversichtlicher an diese Herausforderung herangehst. Diese acht Irrtümer zu vermeiden, wird dir den nötigen Respekt verschaffen, den du verdienst. Gleichzeitig hilft es deiner ehrenamtlichen Organisation, die Mission, die Ziele und die Visionen besser zu erreichen und zu erfüllen.

Acht Irrtümer junger Teamleiter

1. Eines der häufigsten Irrtümer ist, seine eigenen Fähigkeiten überschätzen

Engagierte Ehrenamtliche verfügen in der Regel über ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Kenntnissen. Die meisten von ihnen sind hoch qualifizierte Fachkräfte. Viele davon neigen dazu zu denken: “Hey, so ein Team, das könnte ich wahrscheinlich auch führen.“

Dabei sollte man aber bedenken, dass die Aufgaben einer ehrenamtlichen Fachkraft verschieden sind verglichen mit denen von Führungskräften. Fachkräften werden Aufgaben erteilt und sie lösen Probleme. Die Führungskraft dagegen arbeitet an der ehrenamtlichen Organisation aber nicht mehr in der Organisation. Sie kann nicht alles tun und sollte es auch nicht. Eine erfolgreiche Führungskraft schaut nach vorne. Sie wendet ihre Zeit und Energie auf, um neue Missionen, Projekte und Visionen zu entwickeln.

Eine Fachkraft, die an einer Führungsposition interessiert ist, soll folgendermaßen vorgehen: Erstelle eine vollständige, ehrliche Bestandsaufnahme deiner Stärken und Schwächen auf und untersuche Möglichkeiten, wie du deine Stärken weiterentwickeln und deine Schwächen verbessern kannst.

Dann gibt es noch ein Merkmal junger Führungskräfte, das sehr oft als ihre größte Schwäche ausgelegt werden kann: der Eifer.

Dies kann sich in großer Aufregung und Motivation manifestieren, eine große Aufgabe zu erfüllen. In dieser Aufregung, werden aber viele der notwendigen Details übersehen, die für den Erfolg erforderlich sind. Sie sehen den Wald, sehen aber nicht die einzelnen Bäume, aus denen der Wald besteht.

Wir unterschätzen das, was wir haben und überschätzen das, was wir sind.

Marie von Ebner-Eschenbach

2. Junge Führungskräfte haben keine oder sehr oft unrealistische Ziele

Oft glauben junge Teamleiter, dass sie in der Lage sind, schnelle Ergebnisse zu erreichen und über Nacht eine unglaubliche Transformation herbeizuführen! Ihre Ziele sind oft unrealistisch und idealistisch.

Es ist wichtig, dass junge Führungskräfte vermeiden sollen, frühreif in Bezug auf ihre Ziele zu sein. Es ist besser, praktischer zu sein, wenn es darum geht, einem Prozess zu folgen, der es erleichtert, die gesetzte Vision zu erreichen.

Dem Team fällt die Aufgabe zu, sich um die kleineren Details zu kümmern. Die Aufgabe des Leiters ist es, sich auf das Gesamtbild zu konzentrieren. Finde heraus, in welche Richtung du dich bewegst, welche Ziele du dir setzt. Dann mach dir bewusst, wie deine Zeitachse aussieht. Kommuniziere dies mit deinem Team und lass sie mit den Details umgehen, die zur Erreichung dieser Ziele erforderlich sind.

Sehr oft läuft man vor Herausforderungen davon, anstatt sich hinein zu vertiefen und das Ziel bis zum Ende durchzuhalten.

Es ist leicht aufzugeben, wenn es schwierig wird. Wenn du jedoch beobachtest, was es braucht, um als ehrenamtliche Führungskraft erfolgreich zu sein, erkennst du folgende Eigenschaften: Entschlossenheit, Zähigkeit und Disziplin. Das sind allesamt nicht verhandelbare Charaktermerkmale für denjenigen, der etwas Bedeutendes mit seinem Leben anfangen will.

Ich habe freiwillige Teamleiter gekannt, die glaubten, die Kraft zu haben, ihrem Traum zu folgen. Im Endeffekt wollten sie aber wirklich nur die Arbeit machen, die einfach, lohnend und lustig war.

Die Menschen sind nicht faul. Sie haben bloß keine Ziele, die es sich zu verfolgen lohnt.

Anthony Robbins

Tipp: Anstatt nach dem einfachsten Weg zu deinem Ziel zu suchen, erstelle dir einen strategischen Plan für dein Projekt und verpflichte dich, dir gegenüber diesen zu durchlaufen, egal was passiert (im Voraus wissend, dass er manchmal unweigerlich widerlich wird).

Hierzu passt eine Aussage eines Rabbiners auf seinem Sterbebett:

“Als ich jung war, wollte ich die Welt verändern. Als ich älter wurde, erkannte ich, dass dieses Ziel zu ehrgeizig war, darum versuchte ich mein Volk zu verändern. Mit zunehmendem Alter erkannte ich, dass ich auch mein Volk nicht verändern konnte und fing an, mich auf meine Stadt zu konzentrieren. Doch irgendwann wurde mir bewusst, dass ich nicht einmal das schaffe und so versuchte ich meine Familie zu verändern. Jetzt als alter Mann weiß ich, dass ich damit hätte anfangen sollen, mich selbst zu verändern. Wenn ich bei mir selbst angefangen hätte, dann hätte ich vielleicht dabei Erfolg gehabt, meine Familie, die Stadt oder sogar mein Volk zu verändern – und wer weiß vielleicht sogar die ganze Welt.”

3. Irrtümer beim Definieren von Änderungen für das Team

Quereinsteiger auf Führungspositionen im Ehrenamt sind eher selten. Meistens werden engagierte, verantwortungsvolle und vertrauenswürdige Ehrenamtliche ausgewählt, die auf jahrelange Erfahrung zurückblicken können.

Ob diese Ernennung auf einen Führungsposten richtig war, stellt sich in den folgenden Wochen und Monaten heraus. Das Zitat von Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger passt sehr gut an diese Stelle im Artikel:

Macht ist ein Vergrößerungsglas für den Charakter.

Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Einer der größten Irrtümer, den junge Führungskräfte machen, besteht darin, komplett neue Strategien einzuführen. Während du vielleicht einen höheren Studienabschluss hast als andere, fehlt dir eventuell noch die nötige Erfahrung. Diejenigen, die mit dir arbeiten, werden sich irregeführt fühlen, wenn du ihre Lücken ignorierst und sie somit unter Druck setzt.

Für dich als neuen Leiter ist es jedoch von entscheidender Bedeutung, klare Erwartungen hinsichtlich der Funktionsweise des Teams festzulegen. Das gilt insbesondere, wenn die vorherige Führung anders funktioniert hat, als es deiner Vorstellung entspricht. Hier einige Fragen, die aufkommen können:

  • Beginnen und enden Besprechungen pünktlich?
  • Wie verläuft die Kommunikation sowohl intern als auch nach außen?
  • Wie gehen wir mit Konflikten um?
  • Was ist der beste Weg, um Feedback zu geben und zu erhalten?
  • Wie gehen wir bei Meetings mit Elektronik (Telefone, Tablets oder Laptops) um?

Veränderungen festlegen

Das Festlegen von Veränderungen ist entscheidend für den Neuaufbau des gewünschten Teams. Es ist auf jeden Fall besser, als sich an den Stil des Teams anzupassen.

Heikel wird es, wenn Änderungen beim Personal vorgenommen werden. Das bleibt aber nicht aus, wenn man

  • eine Neuausrichtung der Ziele und Projekte anstrebt,
  • eine neue Priorisierung der Verantwortlichkeiten festlegt,
  • Verteilungen von neuen Aufgaben innerhalb des Teams vornimmt.

Es ist ganz natürlich, dass du das Team zu deinem eigenen machen und frühzeitig positive Ergebnisse erzielen möchtest. Du hast klare Ziele, Projekte und eine Vision. Stell fest, dass du die umfassenden Auswirkungen deiner Entscheidungen kennst.

Nimm dir die Zeit, um sowohl den Wert, den dein Programm für deine Organisation bringt, als auch die möglichen Auswirkungen von Änderungen vollständig zu bewerten.

Ich weiß, ich habe dir gerade gesagt, du sollst dir Zeit nehmen, bevor du umfassende Änderungen vornimmst. Es stimmt jedoch auch, dass neue Führungskräfte oft zu lange warten, um die erforderlichen Änderungen vorzunehmen. An dir liegt es, das richtige Timing festzulegen. Sehr oft findet man die Aussage „die ersten 100 Tage“. Ich finde das einen angemessenen Zeitrahmen, um sich als Führungskraft zu positionieren.

4. Aufhören alles selbst machen zu wollen

Wahrscheinlich wurdest du auf diesen Teamleiterposten befördert, weil du gut in dem bist, was du als freiwillige Fachkraft bisher getan hast. Daher glaubt man an deine Fähigkeit, um positive Veränderungen in der Organisation/im Verein herbeizuführen. Du verfügst sicherlich über Tools, die du bei deinen vorherigen Aufgaben und Problemen eingesetzt hast, damit du unabhängig von anderen zu Lösungen kommen konntest.

Als ehrenamtliche Führungskraft spielst du aber jetzt in einer anderen Liga. Während du früher eine Liste mit Aufgaben hattest, die dir von einem Vorgesetzten gegeben wurden, heißt es jetzt Aufgaben an untergeordnete Mitarbeiter zu delegieren. Du wechselst von Selbsttun zum Zuweisen und Überwachen.

Es mag verlockend sein, weiterhin zu versuchen, alles selbst zu erledigen, aber das erlaubt dir dein Zeitplan nicht. Deine neue Rolle als Teamleader bedeutet, dass du dich um andere Dinge kümmern musst. Du wirst auf Probleme stoßen, die du noch nie zuvor gesehen hast. Dabei wirst du feststellen, dass das, was dich dorthin gebracht hat, wo du jetzt bist, nicht ausreicht, um dem Herr zu werden, was du angehen musst.

Tipp: Lass dein Ego dich nicht daran hindern, die Hilfe zu bekommen, die du brauchst. Suche nach Mentoren, die dort waren, wo du hinwillst. Finde ein Coaching-Netzwerk oder Gleichgesinnte, die dir bei der Bearbeitung deiner Herausforderungen und bei der Suche nach Lösungen helfen können. Verschaff dir zusätzliche Bildung und Ausbildung, damit du der Beste sein wirst, der du sein kannst.

Wenn einer alles selbst machen will, dann braucht er sich nicht zu beklagen, wenn er schließlich alles selbst machen muss.     

Henri Nannen

5. Vernachlässige deine persönliche Entwicklung nicht

Als junge Führungskraft kommen sehr viele neue Anforderungen auf dich zu. Dann ist es nicht deine erste Priorität, Zeit zu finden, um in deine persönliche und fachspezifische Entwicklung zu investieren. Aber wenn du dies tust, wirst du zu einer noch besseren Führungskraft und kannst gemeinsam mit deinem Team eine bessere Hilfe an die Notdürftigen vorantreiben. Nimm dir die Zeit, um neue Fähigkeiten zu erlernen, sei es Soft Skills wie Konfliktmanagement und Kommunikation oder Hard Skills wie das Erlernen von Datenprogrammen oder digitale Anwendungen.

Aus guten Beispielen lernen ist eine Sache. Was aber auch stimmt ist, dass du sehr viel von einer schlechten Führungskraft lernen kannst. Beispielsweise was zu tun ist und was nicht. Nachdem ich unter vielen guten und schlechten Teamleitern gedient habe, frage ich mich manchmal, ob ich nicht mehr aus den Irrtümern von den schlechten als von den guten Teamleader gelernt habe.

Unter einer schlechten Führungskraft zu stehen, zwingt dich zu überlegen, was du anders machen würdest. Der entscheidende Faktor für das Lernen unter einem schlechten Leiter ist die Einstellung. Lehrbar zu sein, zu lernen und zu wachsen, hängt weit mehr von deiner Einstellung und deiner Haltung ab als von deiner Umgebung und deinen Vorgesetzten.

Bildung muss auch in Richtung Persönlichkeitsentwicklung gehen, denn wir brauchen nicht nur Verstand, sondern auch Charakter

Siegfried Santura

Tipp: Geh mit fünf Personen, die bereits erfolgreiche Teamleiter sind, einen Kaffee trinken und frage sie, welche Fähigkeiten du ihrer Meinung nach benötigst, um in deiner neuen Rolle erfolgreich zu sein. Sobald du deine Top 3 überlappenden Antworten hast, kannst du diese Fähigkeiten proaktiv weiterentwickeln, indem du Bücher oder Blog-Beiträge zu diesen Themen liest oder einen Online-Kurs belegst.

6. Mitarbeiterschulung nicht auf dem Radar haben

Es gibt nichts Schlimmeres, als für einen Teamleiter zu arbeiten, der glaubt, alles zu wissen, und der zusätzlich die Meinung vertritt, dass jeder unter ihm da ist, um seine Befehle auszuführen. Erfolgreiche Führungskräfte gehen niemals davon aus, dass sie mehr wissen als die Freiwilligen, die sie führen. Sie fallen nicht auf die Irrtümer herein, Experten für alles zu sein. Stattdessen nutzen sie die Fähigkeiten und das Wissen ihrer Mitarbeiter.

Sie ermutigen ihre Freiwilligen, Ideen einzubringen. Die besten Führungskräfte wissen, dass sie ihre Mitarbeiter einbeziehen und Wege finden müssen, um einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Sie wissen, dass das kombinierte Fachwissen und die Einsicht eines Teams das Know-how jedes Einzelnen bei weitem überwiegen.

Jungen Führungskräften muss bewusst sein, dass Mitarbeiterschulung ein fortlaufender Prozess sein muss. Es ist ein optimales Mittel, um seinen Mitarbeitern seine Anerkennung und Respekt zu zeigen. Zusätzlich bietet es den Freiwilligen neue Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.

Auch der Anblick des Schlechten kann eine Schulung für das Gute sein!

Niccolò Tommaseo

Ja, die Erstausbildung der Mitarbeiter ist ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg der Organisation des Vereins. Aber das Training kann dort nicht enden. Die Führungskraft muss dafür sorgen, dass die Mitarbeiter kontinuierlich geschult werden, um sicherzustellen, dass sie über die Fähigkeiten verfügen, die die Organisation benötigt, um in einer sich ständig verändernden Welt erfolgreich zu sein.

7. Vergiss nicht den Rest deines Lebens

Die Führung eines ehrenamtlichen Vereins oder Organisation erfordert lange Stunden und viel harte Arbeit. Die meisten jungen Führungskräfte haben Schwierigkeiten, ein Gleichgewicht zwischen Job, Ehrenamt und Familie zu finden.

Eines der Irrtümer ist, dass junge Menschen ein starkes Bedürfnis haben, ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen und großartige Dinge zu erreichen. Sie wollen ihr Ego befriedigen und ihr Selbstwertgefühl steigern.

Infolgedessen macht sie dieses intensive Verlangen oft blind für die Bedürfnisse ihrer Familien, was sehr häufig dazu führt, dass der/die Ehepartner/in und Kinder emotional vernachlässigt werden.

Wenn du dies nicht früh genug beheben wirst, sind die Fundamente deiner Familien inkorrekt und du könntest in Zukunft große Probleme bekommen.

Tipp: Schreibe deine Lebensziele auf und platziere sie an einem Ort, an dem du sie jeden Tag siehst. Oft lassen wir uns von unseren Zielen ablenken, weil wir völlig vergessen, was unsere Ziele sind. Wenn wir regelmäßig an unsere beabsichtigten Ziele erinnert werden, wird es viel einfacher, konzentriert zu bleiben. Übrigens, deine Familie sollte eines der obersten Ziele auf dieser Liste sein.

Ältere Ehrenamtliche haben gelernt, dass es sich nicht lohnt, die Welt zu gewinnen und ihre Familien zu verlieren!

Der wichtigste Verein heißt Familie

Vernachlässige ebenfalls deine engen Beziehungen nicht oder deine eigene geistige und körperliche Gesundheit. Nimm dir täglich Zeit für regelmäßige Pausen. Stell sicher, dass du genug Schlaf, Bewegung und die richtige Ernährung bekommst, um dich durch lange Tage hindurch zu bringen. Dein Körper und dein Geist brauchen beide angemessene Ruhe und hochwertigen „Kraftstoff“, um stressige Zeiten zu überstehen.

8. Bonus: mehrere Irrtümer bei Soft Skills

Irren ist menschlich“, und wie wir alle kläglich wissen, sind gemeinnützige Führungskräfte in der Regel Menschen. Hier sind einige weitere Irrtümer, die oft von ihnen begangen werden:

Sei demütig und dankbar

Dankbarkeit ist auch für eine Führungskraft im Ehrenamt äußerst wichtig, da es anderen zeigt, dass du demütig bist und nicht süchtig nach Lob.

Indem du den Mitarbeitern zeigst, dass du dankbar bist für die Gelegenheit, sie zu führen, sendest du eine starke Botschaft der Demut aus. Es macht auch deutlich, dass du immer offen bist, um auf ihr Feedback zu hören, und es sagt ihnen, dass du dich um sie sorgst. Wenn du dich um andere kümmerst, fühlen sich andere gezwungen, sich zu revanchieren.

Mit anderen Worten, es ist wahrscheinlicher, dass du das Wohl deines Teams vor dich selbst stellst, wenn du dankbar bist. Und weil dies zu einem gemeinsamen Merkmal einer wirklich effektiven Führungskraft führt, wird dein Team dich genau so sehen.

Das Problem: Keine Dankbarkeit zeigen. Freiwillige geben ihre Zeit und bemühen sich, um für Ihre großzügige Sache das Maximum zu erreichen. Wenn du deinen Freiwilligen regelmäßig deine Wertschätzung aussprichst, steigt ihre Motivation, weiterhin zu helfen schnell und du wirst sie wahrscheinlich für das nächste bereits anstehende Projekt begeistern.

Kritik nicht als schlechte Sache ansehen

Eine Möglichkeit, Kritik zu vermeiden, besteht darin, in deiner Komfortzone zu arbeiten. In gemeinnützigen Organisationen wird aber von Führungskräften erwartet, dass sie mutig und innovativ sind. Deshalb werden sie von Zeit zu Zeit kritisiert. Als junger Teamleiter solltest du Kritik als Zeichen deiner Relevanz und der Sorge der Menschen betrachten. Kritik öffnet die Tür für ein stärkeres Engagement, was zu mehr allgemeiner Unterstützung, Finanzierung und einer größeren Mission führen kann.

Feedback ablehnen

Wir alle haben Unvollkommenheiten, die wir nicht in uns selbst sehen können, aber für diejenigen, die eng mit uns zusammenarbeiten, klar erkennbar sind. Junge Führungskräfte können die Irrtümer begehen, das Feedback von fürsorglichen Kollegen, die bereit sind, Licht in unsere blinden Flecken und unser unproduktives Verhalten zu bringen, abzulehnen.

Dazu gibt es ein Heilmittel! Höre deinen Kollegen zu und stell weitere Fragen, um Verständnis zu erlangen.

Ein aufgeblasenes Ego

Schwache Führer nutzen ihre Machtposition, um ihr Ego aufzublähen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Sie weisen schnell auf die Mängel anderer Menschen hin, können jedoch ihre eigenen Mängel nicht erkennen.

Effektive junge Führungskräfte bitten Mitarbeiter verschiedener Ränge um Input. Sie gehen die Extrameile, damit sich andere für ihre Arbeit geschätzt und anerkannt fühlen. Vor allem aber sind bescheidene Führungskräfte erfolgreich, weil sie ihre Stärken und Schwächen genau einschätzen.

Abschluss

Die Übernahme eines ehrenamtlichen Teams, das du nicht selbst aufgebaut hast, ist eine Herausforderung, aber auch eine enorme Chance. Du hast die Möglichkeit, aus dem Team, das du übernommen hast, etwas Neues aufzubauen, und zwar genauso, wie du es dir vorstellst. Viel Glück dabei!

An ältere, erfahrene Führungskräfte, welche Irrtümer würdest du dieser Auflistung hinzufügen?

An jüngere Führungskräfte, was hast du aus Irrtümer von älteren Teamleitern gelernt?

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Foto von https://www.flickr.com/photos/dialoger/

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