Newsletter 91: Drei Lektionen über Pissblumen für Führungskräfte im Ehrenamt

Newsletter 91: Drei Lektionen über Pissblumen für Führungskräfte im Ehrenamt

Maria hat sich letztes Jahr ein kleines Haus im grünen gekauft. Dieses Jahr hat sie sich vorgenommen einen Blumengarten anzulegen. Dabei ging sie sehr methodisch vor, wie bei den meisten Handlungen in ihrem Leben. Sie hat sich eingelesen, die Qualität des Bodens studiert, die Pflanzen sorgfältig ausgesucht, gepflanzt oder gesät, die Erde gedüngt, gegossen und sich mehrere Wochen um ihren Blumengarten gekümmert.

Als der Garten zu blühen anfing hatte Maria die schönsten Blumen weit und breit. Sehr zu ihrem Unmut bemerkte sie überall Pissblumen (Löwenzahn, Pusteblume) im Garten. Sie nahm ihre Bücher wieder zur Hand, um zu wissen, wie man sich der Pissblumen entledigen könnte. Trotz aller guten Tipps, die sie anwandte, die Pissblumen blieben.

Wie bekämpft man Pissblumen?

Daraufhin belegte Maria einen Blumengartenkurs wo sie praktisch weitere Möglichkeiten lernte – die Pissblumen jedoch blieben standfest. Jetzt wurde sie wütend. Sie kontaktierte Spezialisten und erklärte ihnen ihr Problem. Einige schlugen neue Methoden vor, andere altmodische Gegenmittel. Maria probierte alle aus. Am Ende ihrer Bemühungen musste sie feststellen, die Pissblumen waren immer noch da.

Frustriert ging sie hinaus in den Garten und setzte sich lange Zeit hin. Sie sah sich ihren Garten an und dachte an die viele und harte Arbeit, an das Geld was sie investiert hatte, an alles was sie gelernt hatte, an all die Leute, die sie dadurch getroffen hatte, an all die neuen Ideen, die damit verbunden sind.

Sie betrachtete einen herrlichen Blumengarten, erfreute sich daran ihren dreijährigen Sohn zu beobachten, wie er freudestrahlend die Pissblumensamen wegpustete und sie sprach zu sich selbst: „Ich kann das als eine Herausforderung ansehen, wo ich nicht in der Lage bin, sie zu überwinden oder ich sehe, dass ich eine ganze Menge hinzugelernt habe. Somit kann ich lernen meinen Blumengarten zu lieben.“

Meine Fragen an dich:

Wo sind deine Pissblumen in deinem Ehrenamt (oder in deinem Leben), die Herausforderungen, die dich frustrieren?

Was sind die ungewollten Situationen, die dich spüren lassen, dass Dinge außer Kontrolle geraten sind?

Welche herausfordernde Person hat sich in dein Team eingepflanzt, die dich kraftlos fühlen lässt?

Drei Lektionen

  1. Die Pissblumen in unserem Leben – die Dinge, die uns schwierige Zeiten bringen und die uns frustriert machen – haben einen beachtlichen Wert. Sie zeigen uns, dass unsere Frustrationen selbstverursacht sind. Die Außenwelt kann uns Einladungen schicken, wütend zu werden, aber wir können letztendlich die Einladung zurückweisen. Wir können das Wetter nicht ändern, wir können Naturkatastrophen nicht aufhalten…
  2. Diese unerwünschten Situationen sind Lektionen, Dinge, die in unserer Reichweite sind, zu kontrollieren und den Rest loszulassen. Unglaubliche Veränderungen können im Leben vorkommen, wenn wir entscheiden, tatsächlich Kontrolle über Dinge zu nehmen die in unserer Macht stehen, anstatt alles steuern zu wollen. Leader müssen den Unterschied lernen zwischen dem was sie kontrollieren können und dem was sie loslassen müssen.
  3. Die Leute, die sich selbst in unser Leben eingepflanzt haben, die uns ständig bedrohen unser Leben und unser Leadership zu stören, sind Gelegenheiten für uns zu lernen und zu wachsen indem wir sie so annehmen wie sie sind – genauso wie wir wollen, dass sie uns ebenfalls so annehmen.

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten.

Rabindranath Tagore

Die Herausforderungen in unserem Leben sind Weckrufe unserer Lektionen, etwas daraus zu lernen. Das Leben ist hart, genau wie wir. Leadership ist schwierig aber wir können es zu etwas Besserem machen.

Herzliche Grüße,

Charles

https://charlesbrueck.com

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